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Inhabit the Earth ist ein Rennspiel auf sechs Kontinent-Spielplänen. Die Spieler erschaffen ihre eigene Auslage aus bis zu 6 Tieren, von denen jedes durch bis zu sechs Karten repräsentiert wird. Karten werden benutzt um die Tiere zu vermehren, zu entwickeln und anzupassen. Jede der 162 einzigartigen Karten zeigt eine Tier-Klasse, einen Kontinent und ein Gebiet, welches das Tier bewohnt, sowie eine Sonder- oder Punktefähigkeit.

Jede Klasse von Tieren ist ebenfalls durch einen Marker auf den Spielplänen verkörpert. Die Karten lösen außerdem die Bewegung der Tiere auf den Pfaden der Spielpläne aus, außerdem können die Tiere auf andere Kontinente auswandern. Vermehrung, welche durch das umdrehen eines Markers erreicht wird, sorgt für neue Karten auf der Hand der Spieler. Die Bewegung schließlich sorgt dafür, dass die Tiere sich wieder vermehren können und sichert die Chance auf Marker welche die Spieler mit zusätzlichen Punkten oder Symbolen ausstatten.

Am Ende des Spiels werden die Punkte durch die Eigenschaften der Tierkarten, die Positionen auf den Spielbrettern, sowie die Punkte durch Marker zusammengezählt, der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.


 

Soweit der Beschreibungstext des Spieles. Ich habe zu dem Spiel einmal ein ausführliches Erklär – & Let’s Play Video erstellt.
Das Cover lässt zunächst vermuten, dass es sich um ein seichtes Familienspiel handeln könnte – dies ist definitiv nicht der Fall!
Die Regeln wirken anfangs etwas unübersichtlich und viel. Sie sind aber sehr gut geschrieben, mit vielen Beispielen und es bleiben wenige Fragen offen.

Man wird sicher ein paar Partien benötigen, bis man raus hat, wie man seine Karten optimal nutzt:
Lohnt es sich, Tiere einfach anzupassen, dafür aber auf Populationen zu verzichten?
Möchte man alle Tiere überhaupt im Spiel haben?
Möchte ich ein, zwei Tiere voll entwickeln und andere vernachlässigen, oder alle Tiere ca. gleich gut ausgebaut haben?
Wann ersetze ich die Spezialeigenschaften durch Punkteeigenschaften?
Erst Mal in Ruhe die Tiere entwickeln und dann Laufen?
Oder lieber gleich anfangen zu Laufen?
Ziehe ich schon Karten, oder bewege ich mich doch lieber erstmal?

Wie man sieht, das Spiel bietet viele Möglichkeiten und es gibt prinzipiell viel zu erkunden. Leider stellt man sich diese Frage auch alle im Spiel, so dass das Spiel auf jeden Fall sehr denk- und optimierungslastig ist. Spielt man es also mit Grüblern kann es, gerade bei vielen Spielern zu einer hohen Wartezeit kommen.
Da wäre es besser, dass Spiel nur zu zweit zu spielen.
Allerdings ist zu zweit wenig auf dem Spielbrett los, zu dritt oder gar viert ist die Interaktion deutlich größer, dadurch aber auch die Möglichkeiten.

Die grafische Gestaltung ist sicher Geschmackssache, das Thema ist auf jeden Fall sehr aufgesetzt. Wenn Koalas nach Europa auswandern und Walrösser in Australien auftauchen merkt man, dass man einfach mit komischen thematischen Situationen leben muss und gut daran tut, diese einfach nicht zu hinterfragen.

Alles in allem fühlt sich das Spiel eher wie ein großes Optimierung forderndes Puzzle an. Wer auf diese Art von Spielen steht, dem dürfte Inhabit the Earth sicher gefallen.
Wer unsicher ist, sollte definitiv Mal Probespielen oder sich das obige Let’s Play anschauen.

Inhabit the Earth (Richard Breese, 2016)

One comment

  1. Michael Kindel says:

    Hallo.
    Vielen Dank für all deine vielen Videos. Ich bin sehr gerne auf deiner Seite und freue mich, dass du dir so viel Mühe machst. Wie die Key Spiele sind, ist natürlich Geschmackssache aber sie als sehr sehr gut zu bezeichnen, obwohl du sie nicht gespielt hast finde ich erwas gewagt.
    Aber nur eine Klitzekleinigkeit an Kritik.
    Vielen Dank für deine Seite
    Michael Kindel

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