Ein abgedrehtes Spiel. Könnte von Erich von Däniken stammen. Die Pyramiden in Mittel-/Südamerika das Werk von Außerirdischen?

In diesem abstrakten Spiel wird genau dieses Thema aufgegriffen. Die Spieler bewegen Raketen über den Spielplan. Je nachdem ob sie dem nur in gerade Linie oder orthogonal gezogen sind dürfen sie in 1-2 der röhrigenförmigen, offenen Raketen ihre dreieckigen Energiemarker werfen.
Sobald man eine Rakete wegbewegt, werden dann alle dort liegenden Energiemarker sichtbar. Eigene können benutzt werden, um Pyramiden zu errichten.
Je nachdem wie hoch die Pyramide sein soll, muss man dafür eine bestimmte Anzahl an Energiesteinen haben, die nicht alle auf einem Feld liegen müssen, sondern in verschiedensten Mustern (je nach größe der Pyramide) auf dem Spielplan ausliegen.
Hat man die Voraussetzung zum Bau einer Pyramide erfüllt, stellt man sie auf den Spielplan und nimmt anschließend alle eigenen Energiemarker vom Spielplan und alle Marker von dem Feld auf dem sie steht.

Auf dem aus quadratischen Feldern bestehenden Spielplan sind verschiedene Bezirke eingezeichnet, welche unterschiedlich viele Siegpunkte wert sind. Punkte bekommt man nur, wenn man die meisten Stockwerke in einem Bezirk besitzt, wobei die Stockwerker aller dort stehenden Pyramiden berechnet werden.

Das Spiel dauert bis ein Spieler 45 Punkte erreicht hat. Dann wird die Runde noch zu Ende gespielt. Anschließend wird jeder Bezirk noch einmal gewertet, es werden Sonderpunkte für Mehrheiten an Gewässern vergeben und Bonusmarker, mit denen man seine Rakete einmalige an einen beliebigen Ort bewegen kann werden addiert, wer die meisten Punkte hat gewinnt.

Pacal’s Rocket ist auf jeden Fall ein gutes abstraktes Spiel, welches mit bis zu fünf Spielern gespielt werden kann. Zu zweit gehen die eigenen Pläne oftmals auf, bzw. man ist sehr flexibel bei ihrer Ausführung, weil man sehr schnell wieder dran ist. Im Spiel mit mehr Leuten passiert relativ viel. Da aber der führende Spieler in der nächsten Runde der letzte in der Reihenfolge ist, gleichen sich die Punktezahlen ganz gut aus, weil dadurch hinten liegende Spieler eher die Chance haben, ihre Pyramiden zu bauen. Denn immer wenn jemand irgendwo baut, wo auch mein Marker liegt kommt der ja weg.

Das Spiel hat einen wahrscheinlich nicht gerade verkaufsfördernden Namen und ein schräges Thema.
Ich selbst bin kein all zu großer Fan abstrakter Spiele, aber ich denke für Leute die gerne abstrakte Spiele ohne Glück mögen könnte Pacal’s Rocket auf jeden Fall eine nette Ergänzung auf dem doch recht überschaubaren Markt an abstrakten Spielen sein. Noch dazu eine sehr gelungene.

Pacal’s Rocket (Piatnik)

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